Schoppe-Willi allein vor der Narrhalla

Begrüßung

Wir wären alle so gerne zur Sitzung gekommen

Moritaten

Kirchenchor

Corona hat uns lahmgelegt
und die Säle leergefegt.
Dies Jahr fällt die Fass’nacht aus
unn wir bleibe all zu Haus.
De Kerchechor, es is leider wahr,
is dieses Jahr nur online da.
Daher erscheint halt unsre Gruppe,
leider nur als Schaufensterpuppe.
Ziemlich steif unn aach noch stumm
steh’n wir uff de Homepage rum.
Doch Corona kann uns net verdrieße,
nächst Jahr könnt ihr uns widder auf der Bühne genieße.
So grüße mir dies Jahr aus em Online-Bau,
mit einem dreifach donnernden HELAU!

Jens und Matthias

Hübsche Bübsche

Anonyme Präsidenten

Schoppe-Willi beim Home-Schorling

Nachrichtensendung von Laubenheim TV

Rentner Klaus

Diese blöd Corona-Zeit
Habbe mer doch werklich leid.
Ja, ihr Leit, mer macht sich Sorche
Was passiert noch all bis morche?
Darum ham‘ mer nachgedacht
Un uns en schlaue Plan gemacht
Un dann ruck-zuck., mir sin jo helle
Gut oigekaaft ganz uf die Schnelle.
Die Anhäng obbe zeiche klar
Bei uns is werklich alles da!

Sicher seht un merkt ihr glei
‚S is alles, was mer braucht, debei.
Nudeln, Reis und allerlei
Hamm er noch vun vorsjahr Mai.
Mit Klopapier sin mir perfekt
Bis Weihnachte noch oigedeckt.
Mir habbe’s kontrolliert gewiss
Dass des nit abgelaafe is.
Vielleicht fraacht Ääner ganz erschreckt:
„Wo is de Woi, es Bier, de Sekt?“
Was mer jetzt braucht am Freidaachoobend
Wenn durch das Schloss dann ziehet tobend
Die Haute Volée der Fassenacht
Un kastrierte Sitzung macht.

Trotzdem woll mir des seh‘
Es wird bestimmt aach mol ganz schee.
Vom Couch aus guck ich mit meim Schatz
Mir liehn bequem uf unserm Platz.
Dabei duhn mer kräfdisch hoffe
Nit um 11 Uhr oizuschloofe.
Doch diesjahr macht uns des nix aus
Do is vor 11 schun alles aus.

Ein Wort zum Thema Alkohol
Der bekommt uns nit mehr wohl.
Der uf de Bilder hilft uns seit Woche
Nur noch zum Oireibe der Knoche.
Mir duhn dann uf die Couch hiesinke
Un nur noch frisches Wasser trinke!

Mer misse acht halt uf uns gebe
Mer wolle jo noch bisje lebe.
Die Vorschrifte sin uns nit schnuppe
Mir sin halt mol Risikogruppe!
Drum bleibe mir vom nachbar weg.
Un grüße nur mit „Ellbow-Check!

Duhn ‚s Oikaafe nit ibbertreibe
Un lieber schee dehääm mol bleibe
Dort find’t beim Suche mer, wie schee
Zeuch, des mer seit Jahrn nit mehr geseh!
Jeder kramt wo anners rum
Moi Fraa, die such ich manchmal drum.
Ich such se obbe such se unne
Im Speicher hab ich letzt sie gefunne.

Die findet dort ganz tolle Sache
Do kannste heit nur dribber lache.
Sie entdeckt auf ihrer Such‘
Opas Wareneingansbuch.
69 hat der des ungerührt
Bis zwää Daach vor seim Tod geführt.
Und dabei entdeckt sie eins
E farbig Bilderbuch vom brennende Mainz.
Vom Kästrich obbe ufgenomme
Mein Vadder hat’s unnnerm Dach mol gefunne.

Nebedran lag dann noch mal
Das „Amerikanische Journal“
Aach Bierrechnunge, do biste platt
Als de Hekto 80 Mark gekost hat.
Ein „Fremdenbuch“ lag nebendran
Da drin stande die Name dann
Von Gäste die e Zimmer suchte
Und für eine Nacht dann buchte.
Ebbes, was ich aach noch weiß:
Der Zimmerpreis war werklich heiß.
Weil der 12 D-Mark damals war
Un die gab’s zu der Zeit noch bar!

Ich bin ansonste ja nit kleinlich
Trotzdem war mir des jetzt peinlich:
Sie hot gefunne – wunderbar
Was absolut nit nöödisch war.
Des tat ich noch nie vermisse.
Mei Schlossgymnasium-Zeugnisse!
Ich saach:“ Des Zeuch kimmt fort bestimmt,
Bevor’s in falsche Hände kimmt.“
Ich hab des schnell und ungerührt
Dem Papiermüll zugeführt.

So, des wollt ich grad mol saache
Habt Alle scheene Fastnachtsdaache
Un macht in Heimarbeit ään druf
Bleibt gesund un basst uf eich uf!

HELAU

Der Kindergarten ist auch mit dabei

Wir gratulieren unserem Ordensträger

Ordensverleihungen

Unser Leit

Reaktionen auf Ordensverleihung und Website

HELAU! Ihr liebe Schwarz-Geselle!
Es steht fest auf alle Fälle:
Danke! Des habt Ihr gut gemacht,
Corona-Digi-Fassenacht.
Ihr habt die Stimmung gut getroffe.
Deshalb könne mir jetzt hoffe,
dass neechst’ Jahr widder Sitzung iss –
doppelt so lang, des iss gewiss.
(Unn dass niemand dann schleeft oi,
krieht „Ecstasy“ er in soin Woi.)
Ich hoff’, Präsident „Anonymus“ Keil
iss dann psychisch widder heil.
Ein Wort hier noch zum „Rentner Klaus“:
Der schickt’ mir sein Gedicht nach Haus’,
dazu fünf Bilder – ui, ui, ui –,
zwaa war’n ganz gut, doch drei war’n „pfui“.
Die hawwe mir koo Ruh’ gelosse,
unn ich hab’ gleich zurückgeschosse.
Ich füg’ es bei, damit Ihr’s wisst.
Seid närrisch mit HELAU gegrüßt.
„Und steht leer auch die Rostra diesjahr im Bau“,
feiern mir doch Fassenacht unn rufe HELAU.


Gebhard
11.(!) 02. 2021

Selten jetzt, doch heute die Erfahrung –
was das für eine Gaudi wa[r]:
Es klingelte – und dann die Offenbarung:
An der Tür stand Claudia!
Die Fassenacht ist neu geworden,
es gibt auch jetzt für sie kein „Aus!“:
Der Zwanzigeinundzwanzigorden
kommt schlicht und einfach live ins Haus!
Und er ist zeitgemäß gelungen!
Er brennt coronalich genau
und gehörte laut besungen:
Danke! Hut ab! Und: Helau!

Wolfgang Drewello
02.02.2021

Wir danken allen Aktiven, die an dieser Präsentation mitgewirkt haben.